Closer werden überall dort gesucht, wo hochpreisige, erklärungsbedürftige Angebote verkauft werden: Coaching, Weiterbildung, Beratung, Agenturleistungen und Software für Unternehmen. Viele dieser Stellen sind remote und lassen sich von überall ausüben.
Ein großer Teil der Stellen wird über Netzwerke und direkte Kontakte vergeben. Wer weiß, wo er suchen muss und welche Fragen er stellen sollte, findet deutlich schneller einen guten Auftraggeber.
Wo du Closer-Jobs findest
- Ausbildungsanbieter mit Partnerunternehmen. Wer Closer ausbildet und gleichzeitig eng mit Unternehmen zusammenarbeitet, bringt beide Seiten zusammen. Oft der kürzeste Weg zum ersten Auftrag — weil das Unternehmen die Ausbildung kennt.
- LinkedIn. Suche nach „Closer“, „Remote Closer“, „High Ticket Closer“, „Sales Closer“ oder „Vertrieb remote“. Achte auch auf Unternehmen, die über ihren Vertrieb schreiben — sie suchen oft, ohne eine Anzeige zu schalten.
- Remote-Jobbörsen und klassische Portale. Begriffe wie „Closer (m/w/d) remote“ oder „Vertrieb auf Provisionsbasis remote“ liefern die meisten Treffer. Viele Ausschreibungen richten sich ausdrücklich auch an Quereinsteiger.
- Direkte Ansprache. Anbieter, deren Werbung für Coachings oder Weiterbildungen dir begegnet, arbeiten mit Beratungsgesprächen — und damit mit Closern. Eine kurze, konkrete Nachricht an die richtige Person funktioniert oft gut.
- Communities und Netzwerke. In Gruppen für Setter und Closer werden Stellen häufig vergeben, bevor sie irgendwo ausgeschrieben sind.
Woran du eine gute Closer-Stelle erkennst
Ein seriöser Auftraggeber beantwortet diese Fragen gern und konkret:
- Woher kommen die Termine? Haben sich die Interessenten selbst gemeldet, und gibt es Setter, die vorqualifizieren?
- Wie viele Termine bekomme ich pro Woche? Davon hängt ab, wie viele Chancen du überhaupt hast.
- Wie sehen Show-up-Rate und Abschlussquote der bisherigen Closer aus? Damit kannst du realistisch rechnen.
- Wie ist die Vergütung geregelt? Provision, Fixum, Pauschale — und wann ausgezahlt wird: bei Unterschrift oder bei Zahlungseingang. Wichtig auch: Was passiert bei einem Widerruf, wie wird bei Ratenzahlung abgerechnet?
- Was wird verkauft? Produkt, Preis und Zielgruppe sollten klar sein — und du solltest hinter dem Angebot stehen können.
- Wie läuft die Einarbeitung? Gibt es einen Gesprächsleitfaden, kannst du bei erfahrenen Closern mithören, bekommst du Feedback?
Die Frage, die am meisten verrät
„Wie werden neue Closer bei euch eingearbeitet?“ Ein Unternehmen, das in seine Closer investiert, hat darauf eine klare Antwort — und ist meist auch ein Umfeld, in dem du dich gut entwickeln kannst.
Warnsignale
- Du sollst für den Zugang zu Terminen oder Leads bezahlen.
- Du sollst Software, Lizenzen oder eine Mitgliedschaft kaufen, um anfangen zu dürfen.
- Deine Vergütung hängt daran, weitere Closer anzuwerben.
- Es gibt keinen schriftlichen Vertrag.
- Das Produkt bleibt bis zur Zusage unklar.
- Du sollst Privatpersonen kalt anrufen — das ist in Deutschland ohne vorherige Einwilligung nicht zulässig.
- Von dir wird Druckverkauf erwartet, etwa mit künstlichen Fristen.
Wie der Bewerbungsprozess abläuft
In der Regel in drei Schritten: ein Kennenlerngespräch, danach ein Probe-Closing oder Rollenspiel und anschließend ein Start mit einer überschaubaren Zahl von Terminen.
Im Rollenspiel zählt nicht, ob du das Produkt schon im Detail kennst. Bewertet wird, ob du zuhörst, die Situation verstehst, den Preis ruhig nennst und mit Einwänden souverän umgehst. Genau das kannst du vorher gezielt üben.
So bereitest du dich vor
- Ein kurzes, konkretes Profil: was du bisher gemacht hast und warum dich das für Beratungsgespräche qualifiziert.
- Übung im Rollenspiel — am besten mit typischen Einwänden und mit Feedback. Mehr dazu in Einwände im Closing-Gespräch klären.
- Deine Fragenliste für das Gespräch mit dem Auftraggeber (siehe oben).
- Solide Technik: stabile Internetverbindung, optional ein Headset, ruhiger Raum.
- Verlässliche Zeitfenster, die du auch im Voraus zusagen kannst.
So machen wir das in der Remote Sales Academy
Wir arbeiten mit 150 Partnerunternehmen zusammen, die unsere Ausbildung kennen. Wenn du so weit bist, stellen wir dich dort vor — vorbereitet mit Bewerbertraining und Probegesprächen im Rollenspiel. So bewirbst du dich nicht blind, sondern mit einer Empfehlung im Rücken.
Wie du ein konkretes Angebot durchrechnest, steht in Was verdient ein Closer?