Wer Closer werden will, stößt schnell auf eine große Auswahl an Ausbildungen — vom Videokurs zum Selbstlernen bis zur persönlichen Begleitung über mehrere Monate. Weil Closer kein geschützter Beruf ist, gibt es keine einheitlichen Standards.
Das muss dich nicht verunsichern. Mit ein paar klaren Kriterien kannst du gut einschätzen, welches Angebot dich wirklich weiterbringt.
Was eine gute Ausbildung leisten sollte
Am Ende einer Closer-Ausbildung solltest du zwei Dinge können: Gespräche sicher und strukturiert führen — und den Einstieg in echte Aufträge schaffen. Wissen über Verkaufspsychologie hilft, ersetzt aber nicht das Können im Gespräch. Genau daran solltest du eine Ausbildung messen.
Sieben Kriterien für eine gute Closer-Ausbildung
- Du übst live — nicht nur mit Videos. Videos erklären, wie ein Gespräch funktioniert. Sicher wirst du erst, wenn du es selbst führst: im Rollenspiel, mit echten Einwänden und echten Pausen.
- Du bekommst Feedback auf deine eigenen Gespräche. Jemand hört zu und sagt dir konkret, was gut war und was du beim nächsten Mal anders machst. Das ist der größte Hebel für schnelle Fortschritte.
- Es gibt einen klaren Gesprächsleitfaden aus der Praxis. Eine feste Struktur gibt dir Sicherheit, gerade am Anfang. Frag nach, ob der Leitfaden in echten Verkaufsgesprächen eingesetzt wird.
- Der Einstieg über das Setting ist mitgedacht. Wer ohne Vorerfahrung startet, profitiert davon, die Grundlagen zuerst in kürzeren Gesprächen zu üben. Eine gute Ausbildung zeigt dir einen realistischen Weg ins Closing.
- Du bekommst Unterstützung beim Einstieg. Bewerbertraining, Vorbereitung auf Probegespräche und Kontakte zu Unternehmen, die Setter und Closer suchen. Frag konkret nach, wie diese Unterstützung aussieht.
- Du weißt, wer dich ausbildet. Mit Namen, Werdegang und nachvollziehbarer Erfahrung im Vertrieb — nicht nur als Markenname.
- Die Kommunikation ist ehrlich. Keine Verdienstversprechen, kein künstlicher Zeitdruck, ein schriftlicher Vertrag mit klarer Leistungsbeschreibung und — bei Verbrauchern — einer Widerrufsbelehrung.
Videokurs oder Live-Ausbildung?
Beide Formen haben ihren Platz. Entscheidend ist, was du erreichen willst:
| Videokurs | Live-Ausbildung | |
|---|---|---|
| Stärke | Grundwissen verstehen, im eigenen Tempo | Gespräche sicher führen können |
| Übung | Meist allein, ohne Gegenüber | Rollenspiele mit echtem Gegenüber |
| Feedback | Selten oder allgemein | Konkret auf deine eigenen Gespräche |
| Flexibilität | Jederzeit abrufbar | Feste Termine, dafür verbindlicher |
| Geeignet für | Einen ersten Überblick | Den Weg bis in echte Aufträge |
Ein Videokurs eignet sich gut, um die Rolle zu verstehen. Um sie zu können, braucht es Übung mit Rückmeldung — ähnlich wie beim Autofahren: Die Theorie lernt man aus dem Buch, das Fahren auf der Straße, mit jemandem auf dem Beifahrersitz.
Fragen, die du vor der Anmeldung stellen solltest
- Wie viele Live-Termine gibt es, und wie lange dauern sie?
- Bekomme ich Feedback auf meine eigenen Gespräche — und von wem?
- Mit welchem Gesprächsleitfaden arbeite ich, und wird er in der Praxis eingesetzt?
- Wie sieht die Unterstützung beim Einstieg konkret aus?
- Wie lange werde ich begleitet, und was passiert, wenn ich mehr Zeit brauche?
- Was steht im Vertrag, und kann ich ihn vorab in Ruhe lesen?
Eine gute Ausbildung beantwortet diese Fragen gern und konkret. Je klarer die Antworten, desto leichter kannst du vergleichen.
Ein einfacher Prüfstein
Sag im Gespräch, dass du dir die Entscheidung in Ruhe überlegen möchtest. Ein seriöser Anbieter findet das richtig und gibt dir die Zeit. Entsteht stattdessen Druck, weißt du, woran du bist.
Woran du unseriöse Angebote erkennst
- Konkrete Einkommensversprechen, oft mit Zeitangabe.
- Kontoauszüge und Provisions-Screenshots als Hauptargument.
- Rabatte, die nur heute gelten, oder „nur noch zwei Plätze“.
- Kein Impressum und kein greifbarer Vertragspartner.
So läuft die Closer-Ausbildung in der Remote Sales Academy
Der Transparenz halber: Wir bilden selbst Setter und Closer aus. Die Closer-Ausbildung findet in 1:1-Live-Calls statt, nicht als Selbstlernkurs. Nach dem Onboarding mit klarem Fahrplan lernst du den Aufbau des Beratungsgesprächs, das Preisgespräch und den Umgang mit Einwänden anhand erprobter Leitfäden. Du übst in Rollenspielen und Übungscalls und bekommst Feedback auf deine eigenen Gespräche. Zum Abschluss erhältst du ein Zertifikat.
Danach bereiten wir dich gezielt auf den Einstieg vor: mit Bewerbertraining, unserer internen Jobbörse und der Vermittlung an unsere 150 Partnerunternehmen, die die Ausbildung kennen. Auch nach dem Mentoring bist du nicht auf dich allein gestellt.
Ausgebildet wirst du von Patrick Reuter: 20 Jahre Vertrieb, über 500 ausgebildete Setter und Closer. Die Ausbildung ist nebenberuflich möglich, ortsunabhängig und zeitlich flexibel. Ob sie zu dir passt, klären wir in einem kostenlosen Kennenlerngespräch, und wenn nicht, sagen wir dir das.
Mehr rund ums Closing
Weitere Beiträge zur Rolle, zum Verkaufsgespräch und zum Einstieg:
- Was ist Remote Closing?
- Wie werde ich Remote Closer?
- High-Ticket-Closing einfach erklärt
- Closer ohne Erfahrung
- Einwände im Closing-Gespräch klären
- Was verdient ein Closer?
- Closer-Jobs finden
Du möchtest lieber mit dem Setting starten? Dann lies, was die Setter-Ausbildung leisten muss.