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High-Ticket-Closing einfach erklärt

Wer viel Geld für etwas ausgibt, möchte vorher mit einem Menschen sprechen. Genau dieses Gespräch ist die Aufgabe eines High-Ticket-Closers.

High-Ticket-Closing bezeichnet den Verkauf hochpreisiger, erklärungsbedürftiger Angebote im persönlichen Gespräch — am Telefon oder per Video. „High Ticket“ kommt aus dem Englischen und meint einen hohen Preis pro Verkauf. Der Closer führt das Beratungsgespräch, in dem sich ein Interessent für oder gegen ein solches Angebot entscheidet.

Der Begriff klingt nach großer Bühne, beschreibt aber etwas sehr Bodenständiges: Wer viel Geld für etwas ausgibt, möchte vorher mit einem Menschen sprechen. Genau dieses Gespräch ist die Aufgabe eines High-Ticket-Closers.

Ab wann ein Angebot „High Ticket“ ist

Eine feste Preisgrenze gibt es nicht. Gemeint sind Angebote, bei denen Interessenten vor der Entscheidung ein persönliches Gespräch brauchen — weil die Investition spürbar ist, weil Fragen offen sind oder weil sie wissen wollen, ob das Angebot wirklich zu ihrer Situation passt. Was man nicht einfach in den Warenkorb legt, wird im Gespräch entschieden.

Wo High-Ticket-Closer arbeiten

Gemeinsam ist all diesen Bereichen: Das Angebot ist erklärungsbedürftig, und eine gute Entscheidung braucht ein gutes Gespräch.

Wie ein High-Ticket-Closing-Gespräch abläuft

Die Interessenten haben sich vorher selbst gemeldet und wurden meist von einem Setter vorqualifiziert. Im Closing-Gespräch — oft 45 bis 90 Minuten — geht es dann in dieser Reihenfolge weiter:

  1. Rahmen setzen. Wie lange das Gespräch dauert und was am Ende herauskommen kann — auch ein Nein.
  2. Die Situation verstehen. Der größte Teil des Gesprächs: Wo steht die Person, was beschäftigt sie, was hat sie schon versucht?
  3. Das Ziel konkret machen. Wo will sie hin, und woran würde sie merken, dass sie angekommen ist?
  4. Das Angebot vorstellen. Bezogen auf das, was vorher gesagt wurde — nicht als Standardpräsentation.
  5. Preis nennen, Fragen klären, entscheiden. Offen, ruhig und in beide Richtungen.

Mehr zum Ablauf steht in Was ist Remote Closing?

Was High-Ticket-Closing nicht ist

Rund um den Begriff gibt es viele Klischees. Gutes High-Ticket-Closing ist:

Warum Vertrauen der wichtigste Faktor ist

Je höher der Preis, desto wichtiger ist das Gefühl, verstanden zu werden. Interessenten entscheiden sich selten wegen eines geschickten Arguments, sondern weil sie spüren, dass jemand ihre Situation wirklich erfasst hat. Deshalb sind ruhige, aufmerksame Closer in diesem Bereich oft besonders erfolgreich.

Was einen guten High-Ticket-Closer ausmacht

Vergütung und Einstieg

High-Ticket-Closer werden meist über eine Provision am Abschluss bezahlt, teils mit Fixum. Wie das genau aussieht und wie du ein Angebot durchrechnest, steht in Was verdient ein Closer?

Der übliche Einstieg führt über das Setting: Dort lernst du die Grundlagen der Gesprächsführung in kürzeren Gesprächen, bevor die Verantwortung für den Abschluss dazukommt. Den Weg Schritt für Schritt beschreibt Wie werde ich Remote Closer?

Patrick Reuter
Über den Autor Patrick Reuter

Gründer der Remote Sales Academy. Seit über 20 Jahren im Vertrieb, war Head of Sales und berät Unternehmen beim Aufbau ihres Vertriebs. Als Verkaufstrainer hat er über 500 Setter und Closer ausgebildet.

LinkedIn-Profil Mehr über die Academy

Häufige Fragen

Was ist High-Ticket-Closing?

High-Ticket-Closing ist der Verkauf hochpreisiger, erklärungsbedürftiger Angebote im persönlichen Gespräch, meist am Telefon oder per Video. Der Closer führt das Beratungsgespräch mit vorqualifizierten Interessenten und begleitet ihre Entscheidung.

Ab welchem Preis spricht man von High Ticket?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Gemeint sind Angebote, bei denen Interessenten vor der Entscheidung ein persönliches Gespräch brauchen, etwa Coachings, Weiterbildungen, Beratung oder Software für Unternehmen.

Was macht ein High-Ticket-Closer?

Er übernimmt Termine mit Interessenten, die sich selbst gemeldet haben, versteht ihre Situation und Ziele, stellt das passende Angebot vor, nennt den Preis, klärt Fragen und begleitet die Entscheidung — in beide Richtungen.

Ist High-Ticket-Closing seriös?

Die Tätigkeit selbst ist ein regulärer Vertriebsberuf. Ob es seriös zugeht, entscheiden Anbieter, Produkt und Art des Verkaufs. Gutes High-Ticket-Closing arbeitet ohne Druck und ohne künstliche Fristen und verkauft nur, was der Person hilft.

Brauche ich Erfahrung für High-Ticket-Closing?

Gesprächserfahrung hilft, ist aber kein Muss. Der übliche Weg führt über das Setting: Dort lernst du die Grundlagen in kürzeren Gesprächen und wechselst ins Closing, sobald du sicher bist.

Weiterlesen

Wie werde ich Remote Closer?Was du mitbringen solltest und der Weg in fünf Schritten bis zum ersten Auftrag. Was verdient ein Closer?Die üblichen Vergütungsmodelle, fünf Einflussgrößen und wie du ein Angebot durchrechnest.

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