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Vergütung

Was verdient ein Closer?

Closer werden überwiegend am Ergebnis beteiligt. Was das für dich bedeutet, kannst du für jedes Angebot selbst ausrechnen — mit fünf Zahlen.

Closing ist die Rolle mit der größten Verdienstspanne im Remote Sales. Der Grund: Closer werden überwiegend am Ergebnis beteiligt. Wie gut du berätst, wirkt sich damit direkt auf deinen Verdienst aus.

Eine pauschale Zahl lässt sich trotzdem seriös nicht nennen. Was ein Closer verdient, hängt von wenigen Größen ab, die sich von Auftraggeber zu Auftraggeber stark unterscheiden. Mit diesen Größen kannst du jedes konkrete Angebot selbst durchrechnen.

Die üblichen Vergütungsmodelle

Worauf du im Vertrag achten solltest

Entscheidend ist, wann ein Abschluss als Abschluss zählt: bei der Zusage im Gespräch, bei der Unterschrift oder erst, wenn die Zahlung eingegangen ist. Kläre außerdem, was bei einem Widerruf passiert und wie bei Ratenzahlungen abgerechnet wird. Lass dir diese Punkte vor dem Start schriftlich geben.

Die fünf Größen, die deinen Verdienst bestimmen

  1. Der Preis des Angebots. Je höher der Preis, desto höher in der Regel die Provision pro Abschluss. Deshalb wird remote vor allem bei erklärungsbedürftigen Angeboten geclosed — etwa Coaching, Weiterbildung, Beratung oder Software.
  2. Die Zahl deiner Termine. Wie viele vorqualifizierte Gespräche bekommst du pro Woche? Das bestimmt, wie viele Chancen du überhaupt hast.
  3. Die Qualität der Termine. Gute Setter liefern Gespräche mit Menschen, die wirklich passen. Das macht einen großen Unterschied — und ist ein guter Grund, beim Auftraggeber genau hinzuschauen.
  4. Die Show-up-Rate. Wie viele der vereinbarten Termine finden tatsächlich statt?
  5. Deine Abschlussquote. Wie viele deiner Gespräche enden mit einer Zusage? Hier wirkt sich deine Gesprächsführung direkt aus — und hier kannst du durch Übung am meisten bewegen.

So rechnest du ein Angebot durch

Frag im Gespräch mit dem Auftraggeber nach diesen Zahlen:

Daraus ergibt sich deine Rechnung: Termine pro Woche × Show-up-Rate × Abschlussquote × Provision pro Abschluss. Rechne sie einmal mit den genannten Zahlen und einmal vorsichtiger, etwa mit einer niedrigeren Abschlussquote für deine ersten Wochen. Mit der vorsichtigen Rechnung planst du entspannt — alles darüber ist ein Plus.

Ein gutes Zeichen

Ein Auftraggeber, der seine Zahlen kennt und offen nennt, arbeitet strukturiert. Das ist meist auch ein Umfeld, in dem du gut lernen und wachsen kannst.

Was deinen Verdienst über die Zeit wachsen lässt

Closer oder Setter: Wer verdient mehr?

Die Spanne ist im Closing in der Regel größer, weil ein höherer Anteil der Vergütung am Abschluss hängt. Dafür schwanken die Einnahmen stärker. Setter haben häufiger planbare Anteile wie ein Fixum oder einen Betrag pro Termin. Viele steigen deshalb als Setter ein, bauen Sicherheit auf und wechseln dann ins Closing. Mehr dazu: Was verdient ein Setter? und Setter oder Closer?

Woran du unrealistische Angaben erkennst

Seriöse Auftraggeber und Ausbilder nennen deshalb keine pauschale Zahl, bevor sie deine Situation kennen — sie rechnen sie mit dir durch.

Selbstständigkeit und Steuern

Die meisten Closer arbeiten auf Rechnung und sind damit selbstständig. Plane deshalb Rücklagen für Steuern und Vorsorge ein und kläre die Details mit einem Steuerberater. Wie du den Weg ins Closing angehst, steht in Wie werde ich Remote Closer?

Patrick Reuter
Über den Autor Patrick Reuter

Gründer der Remote Sales Academy. Seit über 20 Jahren im Vertrieb, war Head of Sales und berät Unternehmen beim Aufbau ihres Vertriebs. Als Verkaufstrainer hat er über 500 Setter und Closer ausgebildet.

LinkedIn-Profil Mehr über die Academy

Häufige Fragen

Was verdient ein Closer?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Der Verdienst hängt vom Preis des Angebots, der Zahl und Qualität der Termine, der Show-up-Rate und der eigenen Abschlussquote ab. Üblich sind Provision am Abschluss, Fixum plus Provision oder eine Pauschale pro Abschluss.

Wie wird ein Closer bezahlt?

Meist über eine Provision am Abschluss, also einen Anteil am Umsatz. Daneben gibt es Modelle mit Fixum plus Provision oder einem festen Betrag pro Verkauf. Viele Closer arbeiten selbstständig auf Rechnung.

Verdient ein Closer mehr als ein Setter?

Die Spanne ist im Closing in der Regel größer, weil mehr vom Abschluss abhängt. Dafür schwanken die Einnahmen stärker. Viele starten deshalb als Setter und wechseln ins Closing, sobald sie im Gespräch sicher sind.

Wann wird die Provision ausgezahlt?

Das regelt der Vertrag mit dem Auftraggeber. Üblich sind Auszahlungen nach Unterschrift oder nach Zahlungseingang. Kläre vorab auch, was bei einem Widerruf passiert und wie bei Ratenzahlungen abgerechnet wird.

Wie kann ich als Closer mehr verdienen?

Der größte Hebel ist die eigene Abschlussquote, die mit Übung und Feedback wächst. Dazu kommen ein Auftraggeber mit passenden Terminen und fairem Modell, eine Spezialisierung auf eine Branche und — wenn es passt — mehr verfügbare Zeitfenster.

Welche Zahlen sollte ich im Bewerbungsgespräch erfragen?

Termine pro Woche, Show-up-Rate, Abschlussquote der bisherigen Closer sowie Höhe und Zeitpunkt der Provision. Damit kannst du dein mögliches Einkommen selbst durchrechnen.

Bekommt ein Closer ein festes Gehalt?

Grundsätzlich sind beide Modelle möglich. Häufig arbeiten Closer auf Provisionsbasis, teilweise kombiniert mit einem Fixum.

Weiterlesen

Wie werde ich Remote Closer?Was du mitbringen solltest und der Weg in fünf Schritten bis zum ersten Auftrag. Was verdient ein Setter?Die drei Vergütungsmodelle, die vier Einflussgrößen — und wie du ein Angebot durchrechnest.

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