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Vergütung

Was verdient ein Setter?

Wer dir eine Zahl nennt, bevor er dein konkretes Angebot kennt, rät — oder verkauft dir etwas. Was es stattdessen gibt, ist eine Rechnung, die du selbst aufstellen kannst.

Eine pauschale Zahl gibt es nicht — und wer dir eine nennt, bevor er dein konkretes Angebot kennt, rät oder verkauft dir etwas. Die Vergütung eines Setters hängt von vier Größen ab, die sich von Auftraggeber zu Auftraggeber stark unterscheiden.

Was es stattdessen gibt: eine Rechnung, die du für jedes konkrete Angebot selbst aufstellen kannst. Dafür brauchst du vier Zahlen — und die bekommst du im Bewerbungsgespräch.

Die drei Vergütungsmodelle

Worauf du beim Modell achten solltest

Entscheidend ist, wann ein Termin als erfolgreich gilt: bei der Vereinbarung oder erst, wenn der Interessent tatsächlich erscheint. Das ist ein großer Unterschied, denn ein Teil der vereinbarten Termine platzt immer. Lass dir das vor der Zusage schriftlich geben.

Die vier Größen, die deinen Verdienst bestimmen

  1. Der Preis des Produkts. Wer Termine für ein Angebot im vierstelligen Bereich setzt, wird anders vergütet als bei einem Produkt für zweihundert Euro. Das ist der größte Hebel von allen.
  2. Die Qualität der Leads. Kommen die Kontakte aus bezahlter Werbung mit klarer Erwartung oder aus einem Gewinnspiel? Bei schlechten Leads brauchst du dreimal so viele Gespräche für denselben Termin.
  3. Deine Gesprächszahl. Wie viele Kontakte bekommst du pro Woche zugeteilt? Das begrenzt alles andere — ein gutes Modell nützt nichts, wenn nur zehn Leads pro Woche kommen.
  4. Deine Quote. Wie viele der Gespräche führen zu einem Termin, und wie viele dieser Termine werden wahrgenommen? Hier wirkt sich deine Ausbildung direkt aus — und hier liegt der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Monat.

So rechnest du ein konkretes Angebot durch

Frag im Gespräch mit dem Unternehmen nach genau diesen Zahlen:

Daraus ergibt sich deine Rechnung: Leads × Erreichbarkeit × Terminquote × Show-up-Rate × Betrag pro Termin. Rechne sie zweimal — einmal mit den Zahlen, die man dir nennt, und einmal mit der Hälfte davon. Die zweite Rechnung ist die, mit der du planen solltest.

Ein Unternehmen, das diese Zahlen nicht nennt

…kennt sie entweder selbst nicht, oder sie sind unangenehm. Beides ist ein brauchbares Ergebnis. Ein Auftraggeber, der seine Quoten sauber führt, nennt sie ohne Zögern.

Was am Anfang realistisch ist

In den ersten Wochen brauchst du pro Gespräch noch etwas länger, deine Quote steigt erst mit der Übung, und du bekommst meist weniger Leads zugeteilt als erfahrene Setter. Mit jedem Gespräch — und besonders mit Feedback — wird das besser.

Deshalb starten die meisten nebenberuflich und erhöhen, wenn die Quote stabil ist.

Woran du eine unrealistische Angabe erkennst

Seriöse Anbieter und Auftraggeber nennen deshalb keine Zahl, bevor sie deine Situation kennen. Das ist kein Ausweichen, sondern das Eingeständnis, dass die Rechnung von dir abhängt.

Patrick Reuter
Über den Autor Patrick Reuter

Gründer der Remote Sales Academy. Seit über 20 Jahren im Vertrieb, war Head of Sales und berät Unternehmen beim Aufbau ihres Vertriebs. Als Verkaufstrainer hat er über 500 Setter und Closer ausgebildet.

LinkedIn-Profil Mehr über die Academy

Häufige Fragen

Was verdient ein Setter?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Die Vergütung hängt vom Preis des verkauften Produkts, der Qualität der Leads, der Zahl der zugeteilten Gespräche und der eigenen Terminquote ab. Üblich sind Fixum plus Bonus pro Termin, reine Erfolgsvergütung je Termin oder eine Beteiligung am Abschluss.

Wie wird ein Setter bezahlt?

In drei gängigen Modellen: Fixum plus Bonus je Termin, reine Erfolgsvergütung pro Termin, oder Beteiligung am Abschluss. Für den Einstieg ist Fixum plus Bonus meist das planbarste Modell.

Zählt ein vereinbarter oder ein wahrgenommener Termin?

Das ist die wichtigste Frage beim Vertrag, denn ein Teil der vereinbarten Termine platzt immer. Manche Auftraggeber vergüten die Vereinbarung, andere erst das tatsächliche Erscheinen. Lass dir die Regelung schriftlich geben.

Welche Zahlen sollte ich im Bewerbungsgespräch erfragen?

Leads pro Woche, Erreichbarkeitsquote, Terminquote der bisherigen Setter, Show-up-Rate und den Betrag pro Termin. Daraus lässt sich der mögliche Verdienst ausrechnen. Ein Unternehmen, das diese Zahlen nicht nennen kann, führt seine Quoten nicht sauber.

Wie lange dauert es, bis das Einkommen tragfähig ist?

Der übliche Weg ist stufenweise: nebenberuflich anfangen und erhöhen, sobald die Terminquote stabil ist. In den ersten Wochen ist die Quote naturgemäß niedriger und die Lead-Zuteilung kleiner — deshalb planen die meisten den Vollzeitschritt erst, wenn die Zahlen über mehrere Monate halten.

Bekommt ein Setter ein festes Gehalt?

Grundsätzlich sind Festanstellung und Selbstständigkeit möglich. Viele Setter arbeiten selbstständig auf Rechnung. Vergütet wird dann über ein Fixum plus Bonus, eine Erfolgsvergütung pro Termin oder eine Mischung aus beidem.

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